Nora Gomringer

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Slam / Poetry

Slampieces / FAQ (Fake-Interview 2006)

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.....viel zu lesen, aber als Einführung hoffentlich interessant

FAQ: Wie lange slammst Du schon?

(Nora) A: Seit vier Jahren.

FAQ: Wie bist du dazu gekommen?

(Nora) A: Michael Lentz hat es vorgeschlagen, ein Kontakt mit den Slammmachern in München (Ko Bylanzky und Rayl Patzak) ist zustande gekommen. Voilá.

FAQ: Seit wann besteht dein erfolgreiches SlamTeam „Tha Boyz with tha Girlz in tha Back“?

(Nora) A: Seit mehr als einem Jahr slammen Mia Pittroff (Bayreuth), Fiva (München) und ich auch gemeinsam. Bei den Meisterschaften 2005 haben wir den National Titel im Teamwettbewerb geholt! Danke Leipzig! Unsere und meine Termine poste ich hier unter DATA.

FAQ: Was ist „Poetry Slam“?

A: Das Literaturveranstaltungsformat „Poetry Slam“ gibt es seit Mitte der 80er Jahre. Der Chicagoer Performer und Dichter Marc Smith (www.slampapi.com) hat Begriff und Idee geprägt. Der „Poetry Slam“ ist eine weltweite Bewegung in Sachen Spoken Word geworden und verfolgt – wie Smith es ausdrückt – die Fusion der „art of poetry“ mit der „art of performance“. Bei einem Slam treten in kurzem Wechsel verschiedene (meist Laien-) Dichter - auch „Slammer“ genannt - auf, die sich allgemeinen, etablierten Regeln beugen: Einhaltung eines Zeitlimits, keine Verwendung von Requisiten, Kostümen etc. und Abstandnahme von einem reinen Gesangsvortrag. Auch sind nur die eigenen Texte für den Vortrag zugelassen und das gesamte Publikum hat die Stellung einer Jury und kürt am Ende des Abends einen „Sieger“. Jede Art von Text findet Gehör. Rapper, Freestyler, Kabarettisten, Lyriker und Storyteller stellen ihre Texte vor. Ob abgelesen oder frei rezitiert ist dabei jedem selbst überlassen. Alle Texte, die an einem Slamabend zu hören sind werden unter dem Überbegriff „Slam Poetry“ zusammengefasst. In Deutschland gibt es über 40 regelmäßige Slamveranstaltungen.

(Unter http://www.planetslam.de/slamkarte_fr.html gibt es eine repräsentative Karte, auf der viele Slamorte verzeichnet sind.)

Als Slammer, wie auch Veranstalter möchte ich es im Hinblick auf das kompetitive Element im Slam mit den Worten des New Yorker Slammers Bob Holmans halten: „The points are not the point. The point is poetry.“

In Bamberg veranstalte ich seit 2001 den Slam im Morph Club (www.morphclub.org). Zu den Mitbegründern gehören der Lektor Keith Kennetz und das Allround-Genie Stefan Kai Spörlein. Unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. kann man die nächsten Termine erfragen. Anmeldungen für die Teilnahme werden nur abends beim Einlass an der Kasse angenommen.

Einmal im Jahr kommen die Slammer der deutschsprachigen Länder zusammen und treten gegeneinander an. Es gibt Team- (= 2 bis 5 Slammer interpretieren einen gemeinsam geschriebenen Text) und Einzel-Wettbewerbe. Diese Veranstaltung wird kurz „National“ genannt und findet im Jahr 2006 zum 10. Mal statt. Der Veranstaltungsort wechselt in jedem Jahr: 2004: Stuttgart, 2005: Leipzig, 2006: München (www.slam-2006.de). Für eine kurze Geschichte der Nationals: http://www.livelyrix.de/index_le.htm.

Im Zuge der Vernetzung und „community“ der Slammer und Slammaster (= Veranstalter) sind Überlegungen begonnen worden, die sich mit Nachwuchsförderung und Eventorganisation beschäftigen. Diese Bewegung nennt sich U 20 (Slam der unter 20-jährigen). Informationen hierzu u.a. bei www.u20-slam-stuttgart.de und www.petra-anders.net.

 
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